Festgeld Ratgeber – Worauf achten bei der Geldanlage?

Als Festgeld bezeichnet man eine Anlage, die nicht täglich sondern erst nach Ablauf einer vertraglich vereinbarten Frist für den Anleger verfügbar ist. Festgeld ist in der Regel erheblich höher verzinst als eine herkömmliche Anlage etwa auf einem Sparbuch und daher vor allem bei wohlhabenden Menschen sehr beliebt. Meist wird Festgeld für einen eher kurzen Zeitraum, also etwa für einJahr, angelegt. Nach Ablauf dieser Frist kann der Kunde entscheiden, ob er sein Vermögen zu den jetzt herrschenden Konditionen abermals für ein Jahr anlegen möchte oder ob er über das Geld frei verfügen möchte. Österreich hat sich in Europa in den vergangenen Jahren einen guten Namen als Ort für Gelsanlagen gemacht: Die kleine Alpenrepulik ist Mitglied der Euro-Zone, so dass eine Anlage bei einer Bank mit Sitz in Österreich ohne teure Wechselgebühren vonstatten gehen kann. Zudem gilt Österreich als Land mit einer stabilen Wirtschaft, so dass eine Festgeldanlage als in jeder Hinsicht sicher gelten kann: Eine Inflation ist nicht in Sicht und die wirtschaftliche Solidität machtdie Anlage zusätzlich zu einer sicheren Investition. Festgeld unterliegt in jedem Land der Euro-Zone unterschiedlichen Konditionen: Manche Länder erheben Zinsen auf die abgeworfene Dividende, andere Länder tun das nicht. Dies hat zur Bildung sogenannter Steueroasen geführt, in denen das Geld reicher Menschen aus ungünstig versteuerten Ländern lagert. Die aktuelle Finanzkrise hat indes gezeigt, dass das scheinbar günstigere Land zu einer Falle für den Anleger werden kann: Spanien etwa lockte in den vergangenen Jahren das Kapital der investoren über scheinbar unschlagbare Anlagen und steht nun vor dem Staatsbankrott. Nur die Hilfe der Länder, deren Kapital die Iberer abgezogen haben, kann den Staatt vor einer Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes bewahren. Island war stets stolz darauf, der EU nicht anzugehören. Mit einer in Europa einzigartigen Pro-Kopf-Verschuldung bettelt die kühle Insel mittlerweile um die Aufnahme in die EU, damit die Anleger von Festgeldern wenigstens in Teilen entschädigt werden und die Gemeinschaft der vormals verlachten Europäer die hemmungslosen Schulden der überheblichen Insulaner übernimmt. Festgeld in der EU anzulegen ist sicher besser als sich auf die vagen Versprechungen transkontinental orientierter Betriebswirte einzulassen, deren Versagen man täglich an den Börsen beobachten kann. Im Gegensatz zu Deutschland existiert in Österreich keine Kapitalertragssteuer, mit der in Deutschland Zinseinkünfte ab einer gewissen Höhe mit 25 % besteuert werden. Diese merkwürdige Steuer, mit der der Staat bereits versteuertes Kapital nochmals abschöpfen möchte, führt zu einem hohen Geldtransfer in angrenzende Länder, deren Regierungen eine solche Steuer nicht erheben. Eine Festgeldanlage in Österreich ist daher eine sinnvolle Investition, deren Ertrag dem Sparer in vollem Umfang zugute kommt.

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