Mit Verhaltenstherapie Essanfälle in den Griff bekommen

Wer unter Essanfällen leidet, der hat nahezu keine Kontrolle darüber, wann er sich etwas Essbares aus dem Kühlschrank holt. In kurzer Zeit werden große Mengen an Lebensmitteln verzehrt, egal ob man gerade Hunger hat oder nicht. Dennoch sind Wissenschaftler der Meinung, dass sich Essanfälle effektiv mit einer intensiven Verhaltenstherapie behandeln lassen.

Die Ursachen der Essanfälle

Bei den meisten Patienten, die unter einer sogenannten Binge-Eating-Störung leiden, sind erheblicher Stress zusammen mit Stimmungsschwankungen und Depressionen die häufigsten Auslöser der Essanfälle. Die Betroffenen versuchen unbewusst, ihre Stimmung durch das Essen wieder aufzubessern. Allerdings geraten sie dabei in einen Teufelskreis, denn durch die unkontrollierte Nahrungsaufnahme werden sie auch zwangsläufig dicker, was die Patienten wiederum depressiv machen kann und dann erneute Essanfälle auslöst. Aber auch soziale Faktoren wie beispielsweise Probleme in der Familie, Ablehnung durch den Freundeskreis oder eine soziale Isolation können dazu führen, dass sich bei einer Person eine Essstörung ausbildet, die man alleine kaum in den Griff kriegen kann. Oft geht es sogar soweit, dass sich die Patienten komplett von ihren Mitmenschen zurückziehen, weil sie sich für ihr unkontrolliertes Essverhalten schämen und so nicht gesehen werden wollen.

Therapeutische Behandlungen

Auch wenn die Essstörung bisher noch nicht gänzlich erforscht worden ist, sind sich die Wissenschaftler dennoch sicher, dass der Schlüssel zur Behandlung der Krankheit im Aufbau der Psyche des Patienten liegt. Mithilfe von Verhaltenstherapien können demnach Betroffene lernen, wie sie mit Stress, Depressionen und anderen Auslösern der Essanfälle im Alltag umgehen können. Dabei werden Alternativen wie beispielsweise sportliche oder kreative Betätigung oder auch einfache kleine Denksportaufgaben als probates Mittel angewandt, um dem unkontrollierten Essanfällen Einhalt zu gebieten. Denn bereits kleine Erfolgserlebnisse zwischendurch können sich positiv auf die Psyche auswirken und Stress und Depressionen effektiv entgegen wirken. Allerdings kann eine Essstörung nur wirklich erfolgreich behandelt werden, wenn in den Therapien auch die Ursache der Krankheit aufgedeckt und behandelt wird. Wenn die Patienten sich mit ihren inneren Konflikten in der Therapie auseinandersetzen, stehen die Chancen für Betroffene nach Expertenmeinungen sehr gut, die Essanfälle zu bezwingen und wieder ein normales Leben führen zu können.

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