Schlafmangel verändert Aktivität Hunderter Gene

Fast jeder von uns kennt das Gefühl, nicht gut geschlafen zu haben und morgen wie gerädert zu sein. Wer zu wenig geschlafen hat, braucht einige Zeit, um sein biologisches Gleichgewicht wieder zu finden. Am nächsten Tag ist die Welt wieder in Ordnung – glauben wir, aber Schlafmangel ist ungesünder als bisher angenommen. Mit massiven Störungen der natürlichen Tag- und Nachtphasen werden nicht nur Ärzte konfrontiert, die oft unverantwortliche Arbeitszeiten einhalten, sondern auch der Otto-Normal-Verbraucher, der sich nicht an die notwendigen Ruhezeiten hält.

Negativer Einfluss von Schlafmangel wissenschaftlich belegt

Solche Situationen sind in vielen Bereichen schnell zu erreichen. Schon im Urlaub sind viele gute Vorsätze, sich zu erholen und es langsam angehen zu lassen schnell über Bord geworfen und schon wird die Nacht zum Tag gemacht. Jetzt ist festgestellt worden, das Menschen, die sich mindestens eine Woche gegen ihre innere Uhr verhalten, ihrem Körper wirklich schaden. Welche Auswirkungen dieses Verhalten auf unseren Organismus hat, konnten Wissenschaftler jetzt nach jahrelangen Studien beweisen. Die ersten Publikationen zeigen besorgniserregende Erkenntnisse. Das unsere Gene in einem solchen Ausmaß von genügend Schlaf abhängig sind, hat selbst die Fachwelt nicht erwartet. Entsprechend groß war die Überraschung, als eindeutig zu konstatieren war, dass sich nicht nur der Kreislauf und das Immunsystem verändern. Ebenso werden die mentalen Fähigkeiten deutlich reduziert und auch das Körpergewicht wurde negativ beeinflusst.

Die biologische Uhr – das Melatonin kommt aus dem Gleichgewicht

Durchschnittlich neun Stunden Schlaf scheint das absolute Minimum an Ruhephase zu sein, die der Mensch jeden Tag braucht. Ganze Berufsgruppen wie Piloten oder Ärzte, die im Notdienst arbeiten müssen, werden von solchen Zahlen nur träumen können und kennen die Ausfälle im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit, wenn der Körper auf sein Recht pocht und den Organismus nicht optimal versorgen kann. Gene, die bei gesundem Schlaf die Körperfunktionen perfekt sicherstellen, werden bei Schlafmangel nur unzureichend versorgt und können deshalb auch nur unzureichende Leistungen erbringen. Mittels neuer medizinischer Verfahren und kontinuierlichen Blutanalysen konnten exakte Messungen der Gene, die aktiv waren und den reduzierten Funktionalitäten von Genen, die zum gleichen Zeitpunkt kaum einen nennenswerten Einfluss auf die Leistung des Organismus erbrachten, transparent gemacht werden. Das Immunsystem wird geschwächt Durch wissenschaftliche Untersuchungen, die sich nicht auf einzelne Gene, sondern das gesamte Spektrum der Gene konzentrierten, wurden eindeutige Zusammenhänge zwischen längerem Schlafmangel und 3,1% der Gesamtheit der 23000 Gene festgestellt. Wird ein Gen aktiviert, wird die Botschaft mit dem Erbgut registriert und der Befehl in ein sogenanntes RNA-Molekül verwandelt und auf den Weg gebracht. Durch die Untersuchung der Gene konnten Momentaufnahmen gemacht werden, die einwandfrei beweisen, das ein großer Teil der Gene bei mangelndem Schlaf in ihrer normalen Aktivität gestört werden. Ein Durchbruch, der sich bestimmt für viele weitere Analysen nutzen und auf weitere Transparenz dieser Vorgänge hoffen lässt.

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